2. Streaming - www.hifilounge.eu

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

2. Streaming

Elektronik > Signalquellen

Streamer sind eine relativ neue Entwicklung in der Hifi-Technik. Viele Audiophile können damit noch nichts anfangen - obwohl es viele Vorteile gibt und ausgereifte Systeme meist für unter 100€ in die bestehende Anlage nachgerüstet werden können.


Dafür benötigt man die folgenden Komponenten:


Abbildung 1: Komponenten für Streaming


Bei einem Streaming System läd sich der Streamer selbstständig Daten wie z.B.

  • lokal gespeicherte MP3s

  • lokal gespeicherte Videos

  • Youtube Videos

  • Internetradio

  • Musik von Streamingdiensten (kostenlos oder kostenpflichtig)


...aus dem Netzwerk. In einem fertigen Setup spielt die Anlage nach wenigen Sekunden das gewünschte Lied/Video.


Wie funktioniert die Bedienung?


Beispiel 1: Youtube:

Mit einem Smartphone oder Tablet wird ein Steuerbefehl abgeschickt. Zum Beispiel: "Spiele ein Katzenvideo von Youtube ab".

  • Dieser Befehl wird über WLAN an den Streamerweitergeleitet.

  • Das Handy/Tablet braucht sonst nichts mehr zu tun, kann in Standby geschaltet werden und benötigt keine Akuleistung mehr. Der Streamer macht den Rest.

  • Der Streamer ist ein eigenständiger sehr kleiner und spaarsamer PC und geht selbstständig auf Youtube

  • Der Streamer fängt nach wenigen Sekunden an das Video auf der Anlage (Ton+Bild) zu spielen


Über das Tablet/Smartphone kann natürlich jederzeit das Video pausiert oder vorgespult werden - oder man läd das nächste Video.


Beispiel 1: Lokal gespeicherte MP3:
Mit einem Smartphone oder Tablet wird ein Steuerbefehl abgeschickt. Zum Beispiel: "Spiele meine Lieblingssonate von Mozart".

  • Dieser Befehl wird über WLAN an den Streamerweitergeleitet.

  • Das Handy/Tablet braucht sonst nichts mehr zu tun, kann in Standby geschaltet werden und benötigt keine Akuleistung mehr. Der Streamer macht den Rest.

  • Der Streamer greift auf eine lokale Netzwerkfestplatte zu und fängt sofort an das Lied zu spielen.


Welche Geräte brauche ich?


  • WLAN-Router (z.B. Fritzbox): Wer auf dieser Seite surft, wird vermutlich ein bestehende WLAN Netzwerk im Betrieb haben. Es können auch Netzwerke mit WLAN oder Kabeln aufgebaut werden.

         

  • Datenserver:

Wenn die Fritbox einen USB Anschluss für NAS besitzt kann man hier direkt einen USB Stick oder eine USB-Festplatte anschließen.
Ansonsten kann man auf einem Windows/Apple Computer Ordner im Netzwerk freigeben oder einen Stand-Alone NAS Server erwerben (ca 120 Euro für 2TB).


Der NAS-Server wird nach kurzer und einfacher Einrichtung wie ein USB Stick von jedem Computer im Netzwerk erkannt und kann wie ein internes Laufwerk direkt mit Musik und Filmdaten gefüllt werden. Wer seine Musik auf CDs hat kann diese z.B. mit der kostenlosenen Software Itunes von Apple auf den lokalen PC oder den NAS-Server kopieren (=rippen).



Abbildung 2: NAS Server im Windows Explorer



Der Netzwerkserver ist für jeden PC im Haushalt zugänglich und eignet sich ebenfalls um gemeinsam genutzte Dateien im Haushalt (z.B. Einkaufslisten) für alle Personen im Haushalt zugänglich zu machen. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten Ordner mit Passwörtern zu schützen.

Eine Sonderlösung für Hifi sind All-In-One Geräte wie z.B. die CD-Ripper-Server-Streamer wie sie z.B. unter dem Namen Vault von Bluesound angeboten werden. Diese Systeme verfügen über ein CD Laufwerk und kopieren jede eingelegte Musik-CD direkt in MP3/Flac/etc. direkt auf eine interne Netzwerk-Festplatte mit mehreren Terrabyte Speicherplatz. Die Musikdateien werden direkt richtig benannt und die Albumcover werden automatisch heruntergeladen. Die Systeme können direkt mit einer Smartphone-App bedient und über analoge Ausgänge an eine klassische Hifi-Anlage angeschlossen werden, stellen die Musik aber auch für andere Streaming-Systeme wie ein klassischer NAS-Server zur Verfügung. Internetradio und Streamingservices werden ebenfalls unterstützt.


  • Tablet/Smartphone als Fernbedienung:

Wer ein aktuelles Tablet mit Android oder ein Ipad besitzt kann auf tausende Apps für fast jede beliebige Anwendung zugreifen. Auch klassische PCs können als Fernbedienung dienen.

  • Streamer: Mein Tip für Einsteiger: Von Google werden mehrere Chromecast Versionen für ca 35€ angeboten - der Chromecast ist ein leistungsfähiger Computer mit Mehrkernprozessor und mehreren GB Speicher welcher aussieht wie ein USB-Stick. Die leistungsfähige Version verfügt über einen HDMI Ausgang für Ton/Bild für Heimkino Systeme, ein reduziertes Model verfügt nur über analoge Tonausgabe zum Anschluss an klassische Hifi-Anlagen oder Aktivboxen. Die Einrichtung des Chromecast ist sehr einfach und sehr viele Apps werden unterstützt (Youtube, Netflix, Musikstreaming-Software, etc.)


Alternativ gibt es diverse Geräte von Apple oder Amazon - und reine Musiklösungen von Sonus, Pioneer Marantz, etc.



Wie gut sind Bild und Tonqualität?


Die preiswerten Chromecast Modelle verfügen über HDMI und WLAN - der komplette Datenstream erfolgt volldigital und bei einer stabilen WLAN-Verbindung ohne Störungen und Aussetzer. Der winzige Streamer überträgt ohne Murren FullHD Bildqualität und Mehrkanalsound in bester Qualität. Selbst bei hochwertigen Anlagen ist der Chromecast keine Schwachstelle - gleiches gilt natürlich auch für einige Konkurrenzprodukte.

Einige klassiche Hifi Hersteller wie Pioneer und Marantz bieten inzwischen eigene MusikStreamer an oder integrieren entsprechende Dienste in die AV-Receiver. Hochpreisige Geräte von z.B. Naim sind ebenfalls erhältlich.


Alternative zum Fernsehen?


Nicht jeder fühlt sich intellektuell durch die GEZ-finanzierten und privaten Sender angesprochen. Das gigantische Angebot von Youtube ist zumindest eine Ergänzung.

Kostenpflichtige und werbefreie Dienste wie z.B. Netflix liefern ein jederzeit zugängliches Angebot von tausenden Serien und Filmen für ca 7€ im Monat (je nach Vertrag). Selbstverständlich mit Surroundsound und Full-HD, wahlweise in Deutsch oder Englisch.

Natürlich gibt es noch tausende andere Streamingdienste - und das Angebot wächst stetig.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü